Vita

 

"Als Kind hatte ich zwei Träume. Ich wollte nach Afrika gehen und ich wollte Malerin werden", sagt Manja Wöhr. Sie ist Malerin geworden, auf den zweiten beruflichen Anlauf. Von 1987 bis 1989 machte sie eine Ausbildung zur fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespondentin. Anschließend verbrachte sie zehn Jahre im Ausland, u.a. in Kanada, Kenia, Türkei, San Andres, Abu Dhabi, Dominikanische Republik, Sri Lanka, wo sie für deutsche Tourismusunternehmen tätig war. Besonders die Zeit in Kenia hat tiefe Eindrücke bei ihr hinterlassen. Dort lernte sie auch die niederländischen Maler Marion van Nieuwpoort und Poen de Wijs kennen, bei denen sie einige Zeit Kunst studierte.

1998 beendete Manja Wöhr ihre letzte Tätigkeit im Ausland als Destination Managerin für LTU Touristik um nach Deutschland zurückzukehren.

Auch in Deutschland übte sie zunächst einen ökonomischen Beruf aus. Doch das Drängen zu malen wuchs. 2001 quittierte sie ihre Tätigkeit als Account Manager/ Consultant bei Harvey Nash / Deutschland um sich ganz der Malerei zu widmen.

Von 2002 bis 2006 studierte sie Kunst an der Freien Kunstschule Stuttgart und seit 2007 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin.

 

Die flächig-dekorativen Acrylbilder von Manja Wöhr erinnern an bestimmte Erscheinungen der Op Art oder an Friedensreich Hundertwasser. Auch sind angesichts der schwungvoll kurvierten und ornamentierten Figurationen vor kahlem Fond durchaus formale Bezüge zum Jugendstil und insbesondere zu Gustav Klimt denkbar. Doch wer hier epigonale Tendenzen erkennen will, der irrt. Manja Wöhr schert sich einen Teufel um die Kunstgeschichte. Sie malt, wie sie malen muss. Ihre Bilder sind nicht nur hoch dekorativ, sondern sie fesseln den Betrachter auch durch ihre phantastischen und geheimnisvollen Strukturen – Ausdruck einer überbordenden Erfindungsgabe, aber auch der Fähigkeit zu einer akribischen Arbeitsdurchführung. Da wird eben nicht schnell mal was auf die Leinwand geworfen, nein, diese Bilder zeugen – bei aller Bereitschaft zum Ungewöhnlichen, zum Phantastischen und zum Experimentieren – von einer ausgeprägten künstlerischen Sorgfalt.

Wer ihre abstrakt wirkenden Bilder genauer betrachtet, der wird bald merken, dass es sich hier um eine Art Vexierbilder , d.h. „Suchbilder“ handelt. Die abstrakt scheinenden, mal farbenfroh-explosiven, mal dunkeltonig zurückhaltenden Kompositionen entpuppen sich einerseits als  weibliche Köpfe und Silhouetten und andererseits als weibliche Akte in exaltierten Haltungen und Stellungen. Und wer bei diesen noch genauer hinsieht, der wird bemerken, dass die Binnenornamentierung dieser Akte nicht selten das Aktmotiv in gewandelter Form wieder aufnimmt.

Dieser versteckte Symbolismus ist ausgesprochen originell. Schon die Bildtitel weisen darauf hin, dass sich unter der phantasievoll-dekorativen Oberfläche ein doppelter Boden verbirgt.

Auch fällt in dieser Werkgruppe der „noch gegenständlichen Bilder“ auf, dass ausschließlich „die Frau“ thematisiert wird. Man kann daraus folgern: Manja Wöhr bekennt sich zu ihrem „Frau-Sein“ und zwar mit allen Stärken, aber auch Schwächen dieses Geschlechts. Sie ist gleichermaßen selbstkritisch und selbstbewusst.

 Eine weitere Werkgruppe umfasst die abstrakten Kompositionen.

Es verwundert nicht, dass Manja Wöhr in jüngerer Zeit den Schritt von der hochstilisierten und abstrahierten Gegenständlichkeit in die reine Abstraktion vollzogen hat. Immer aber – gleich ob „noch gegenständlich“ oder „schon abstrakt“ – baut die Künstlerin eine Brücke zum Betrachter, indem sie allen Bildern einen Titel gibt. Insofern handelt es sich auch bei den abstrakten Bildern – bei aller Experimentierfreudigkeit – nicht um reine Farb-Form-Kompositionen, nein, Manja Wöhr will auch hier etwas aussagen. Damit erhalten ihre abstrakten Bilder einen allegorischen Charakter. (Auszug aus einem Text von Prof. Dr. Albrecht Leuteritz)

 

 

Auszug aus der Ausstellungsliste

2004  
IIndeca GmbH, Heilbronn
Galerievertretung: Galerie Cameo, Heilbronn
Landesarbeitsgericht Baden Württemberg, Stuttgart
Arc Linea Studio, Rutesheim

2005  
Paul Schulz Design, Flein
Rathaus Steinheim
Mercedes Cup, Stuttgart
Galerievertretung: Galerie Veith, Stuttgart
Galerievertretung: Galerie am Colombi, Freiburg

2006  
Büro-und Business Center Stuttgart
Galerievertretung: Galerie Blachetta, Leingarten
Freie Kunstschule, Stuttgart
Amtsgericht Stuttgart über Galerie Kunsthöfle
Herrenhaus Weissach, Föderkreis Kultur Weissach
Berufsakademie Mosbach

2007
Rathaus Stutensee
Volksbank Galerie, Durlach
Rathaus Malsch, Kunstkreis Malsch e.V.
Golfclub Scheibenhardt, Karlsruhe
S+P Ingenieure, Heilbronn
Golfclub Schloss Weitenburg e.V.
Mercedes Benz, Mannheim

2008
Rathaus Gernsbach, Kulturamt Gernsbach
Ateliers Heemken, Söllingen
Münster, Rheinmünster
Rathaus Nufringen, Kulturkreis Nufringen

2010
LOC, Karlsruhe

2012
Stadtwerke Ettlingen

 

April 2013
Women in Art

 

Aktuelle Ausstellungen finden Sie auf der Seite "Ausstellungen"

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Manja Wöhr, Atelier37, Talstraße 35, 76275 Ettlingen, info@atelier37, Mobil: 0151-44 55 72 72